Es war eine der längsten Debatten zwischen den beiden Koalitionsgrößen CDU und SPD – die Diskussion, ob man die angesparte Riester Rente für Bau, Erwerb oder Entschuldung einen eigenen Immobilie verwenden darf.
Knackpunkt der gesamten Diskussion war die nachhaltige Besteuerung der Riester Rente, denn alle Einlagen in den eigenen Riester-Fond waren bisher steuerfrei und wurden erst bei der Auszahlung im Alter versteuert. Die Lösung ist ein fiktives Wohnfördergeldkonto, wie es die SPD in die Debatte eingebracht hat. Die steuerlich geförderten Beträge der Immobilie werden erfasst und jährlich kontinuierlich um zwei Prozent erhöht. Hat der Wohn-Riester-Sparer das Rentenalter erreicht, kann er darüber entscheiden, ob er seine gesamte Steuerschuld auf einmal begleicht, was ihm einen 30 prozentigen Rabatt einbringen würde, oder ob er seine Steuerschuld über einen Zeitraum von bis zu 23 Jahren jährlich abstottert.
Sollte die Immobilie aber innerhalb von 20 Jahren wieder verkauft und die erhaltene Summe nicht in ein neues Eigenheim investiert werden, dann müssen die gesamten staatlichen Förderungen zurück gezahlt werden. Diese Art der Immobilienförderung soll die von der großen Koalition abgeschaffte Eigenheimzulage ersetzten, allerdings gehen Experten davon aus, dass nur sehr wenige Menschen auf dieses Modell zurückgreifen werden.
März 12th, 2008 um 13:15
Das wurde aber auch Zeit. Aber wird sich das auch lohnen? So viel Geld kommt mit Riester so schnell auch nicht rum, dass man hier jetzt eine Baufinanzierung starten könnte. Das dauert doch dann Jahrzehnte, oder sehe ich hier was falsch?!