Pflichtversicherungen für Selbständige gibt es in Deutschland so gut wie überhaupt nicht. Der Gesetzgeber lässt den Selbständigen und Freiberuflern in Sachen Versicherungen maximalen Freiraum. Wer als Selbständiger natürlich ein Auto besitzt, ist zum Abschluss einer Kfz-Haftpflichtversicherung wie jeder andere Bürger auch verpflichtet. Einzelne Berufsgruppen, bestimmte Branchen und Geschäftszweige müssen desweiteren eine Berufshaftpflichtversicherung abschließen. Dies betrifft unter anderem Notare, Rechtsanwälte, Architekten, Ingenieure und Wirtschaftstreuhänder.
Grundsätzlich sind alle Selbständigen allein für ihren Versicherungsschutz zuständig. Notwendig sind in jedem Fall aber der Besitz einer Krankenversicherung und einer Berufsunfähigkeitsversicherung. Auch der Abschluss eines Krankentagegeldes erscheint sinnvoll. Wie schnell ist ein Unfall passiert, der einen Menschen für lange Zeit oder gar für immer aus dem Berufsleben reist und ihn damit allen Verdienstmöglichkeiten beraubt. Die finanziellen Folgen sind unermesslich. Auch der Abschluss einer privaten Haftpflichtversicherung ist angebracht, wie schnell können etwaige Regressansprüche in Millionenhöhe anwachsen.
Auch an die rechtzeitige Altersvorsorge sollten Selbständige denken. Ob dies jedoch durch den Abschluss einer Kapitallebensversicherung geschehen sollte, ist fraglich. Oft bieten Banken und Fondgesellschaften rentablere Ansparmöglichkeiten.
Weniger sinnvoll sind private Risikolebensversicherungen, Rechtschutzversicherungen aller Art oder Hausratversicherungen.
Auf geschäftlicher Ebene empfiehlt sich zumindest der Abschluss einer Betriebshaftpflichtversicherung. Auch eine Firmenrechtschutzpolice kann in bestimmten Branchen angebracht sein.
Nachdem wir bereits auf Versicherungen eingegangen sind, die Sie bei Selbstständigkeit privat benötigen, möchten wir uns diesmal den gewerblichen Versicherungen widmen.
Je nach Unternehmen müssen Sie natürlich ganz unterschiedliche Risiken abdecken, aber vier Versicherungen sollten unbedingt abgeschlossen werden. Ein unbedingtes Muss ist die Betriebs-Haftpflicht. Sie deckt alle Schäden ab, die Sie oder ihre Arbeitnehmer. Da es sich hierbei auch um Personenschäden handeln kann, ist die Höhe selten kalkulierbar.
In Zeiten des Klimawandels steigt immer mehr der Einfluss von äußeren Gewalten wie Sturm, Regen und Überschwemmungen. Dank der Betriebsinhaltsversicherung können existenzbedrohende Schäden abgedeckt werden. Selbst Elementarschäden wie Erdbeben und Erdrutsche sind dort mit inbegriffen.
Die Betriebsunterbrechung-Versicherung kann nach einer Katastrophe elementar werden. Selbst wenn de Schäden durch eine Betriebsinhaltsversicherung versichert sind, kann der Betrieb in den seltensten Fällen aufrecht erhalten werden. Um diesen Zeitraum in jeder Hinsicht finanziell abzudecken, ist der Abschluss einer Betriebsunterbrechung-Versicherung sinnvoll.
Eine Firmen-Rechtschutz ist kann bei gerichtlichen Auseinandersetzungen hohe Kosten ersparen. Gerade bei Streitigkeiten mit Arbeitnehmern oder Zulieferern ist es hilfreich auf eine Firmen-Rechtschutz abzuschließen.
Jede weitere Versicherung muss auf die jeweilige Firma abgestimmt werden. Wenn man sich rechtzeitig mit einem kompetenten Versicherungsberater auseinandersetzt, kann man gleich mehrere Euro sparen.
Als Selbstständiger muss man in Sachen Versicherung gleich zwei Aspekte beachten. Einerseits darf das persönliche Risikomanagement nicht zu kurz kommen und andererseits müssen betriebliche Risiken abgesichert sein.
Im privaten Bereich sind fünf Versicherungen existenziell. Für Selbstständige und Freiberufler ist es unheimlich wichtig sich mit einer Berufsunfähigkeitsversicherung auszustatten. Es können immer wieder Ereignisse vorfallen, die schließlich ein Fortführen der Arbeit unmöglich machen. In diesem Fall sollte man unbedingt vorgesorgt haben. Eine private Unfallversicherung sicherte teure Zusatzleistungen ab, falls aufgrund eines Unfalles pflegebedürftig oder behindert sein sollte. Da die gesetzliche Unfallversicherung lediglich Arbeitsunfälle absichert, die meisten jedoch in der Freizeit geschehen, gehört die private Unfallversicherungen zu den Pflichtversicherungen.
Selbstständige müssen im Vorfeld eines Abschlusses einer Privaten Krankenversicherung einen genauen Tarifvergleich durchführen. Der Teufel steckt oftmals im Detail und je nach Alter lässt sich der ein oder andere Euro sparen. Da der Regelsatz für gesetzliche Krankenversicherungen sehr hoch liegt, ist der Abschluss einer Privaten Krankenversicherung lohnenswerter.
Ein ganz wichtiger Aspekt ist die private Haftpflichtversicherung. Sie wird oftmals vernachlässigt, weil es äußerst selten vorkommt, dass man Gegenstände anderer Menschen zerstört und wenn, sind dies meist nur geringe Beträge. Viele vergessen dabei aber, dass auch Personenunfälle zur privaten Haftpflichtversicherung gehören. Man verletzt zwar seine Mitmenschen unabsichtlich, aber Verletzungen gänzlich ausschließen kann man nicht.
Die private Altersvorsorge wird oftmals in den Hintergrund geschoben. Das Rentenalter ist noch lange hin und man wird sich schon rechtzeitig einen Betrag erwirtschaften. Da man aber als Selbstständiger selten in der Rentenkasse vertreten ist, muss man früh anfangen, privat vorzusorgen. Gerade für Selbstständige kann man günstige Pakete zusammenstellen, die Ruhe im Alter garantieren.