Eine unaufmerksame Sekunde, vielleicht ein Moment der Ablenkung und schon ist es passiert - das Weinglas kippt auf den neuen Teppich der Bekannten um, die Vase aus dem Kaufhausregal fällt zu Boden. Schäden, die wir eigentlich auch das ein oder andere Mal aus eigener Tasche zahlen können. Dennoch immer wieder ärgerlich. Dem Gesetz nach (§ 823 BGB) sind wir für sämtliche Schäden, die wir vorsätzlich oder auch fahrlässig einem Dritten zufügen haftbar – und das generell in unbegrenzter Höhe. So kann ein Versehen, das deutlich größere Schäden nach sich zieht, auch ganz schnell den finanziellen Ruin bedeuten.
Durch die Regressnahme der Schädiger auf den unterschiedlichsten Gebieten hat sich die Haftpflichtversicherung zu einem regelrechten Auffangbecken für diese Schäden entwickelt. Nicht nur im privaten Bereich. Gerade auch auf dem geschäftlichen und industriellen Sektor bietet die Haftpflichtversicherung unerlässliche Unterstützung bei der Klärung von Ansprüchen gegen Unternehmen, vor allem auch im Bereich der Umweltschäden. Für alle Versicherten - egal ob Einzelperson oder Großunternehmen - gilt das gleiche Verfahren der Haftpflichtversicherung. Sie prüft die Forderung des Anspruchstellers und die Stellungnahme des Versicherten. Ist man überhaupt dafür haftbar zu machen? Ist der Anspruch überhaupt gerechtfertigt? Wenn ja, bedient die Versicherung diese Ansprüche bis zu der Höhe der vereinbarten Deckungssumme. Falls nicht, tritt eine ebenfalls nicht zu vergessende Eigenschaft der Haftpflichtversicherung zu Tage. Die „passive Rechtschutzversicherung“. So geht das Versicherungsunternehmen zur Abwehr unbegründeter Haftpflichtansprüche im Namen des Versicherten vor Gericht und übernimmt sämtliche hier anfallenden Kosten für die Vertretung der Interessen der Gesellschaft und des damit beklagten Versicherungsnehmers.
Beruhigend zu wissen, dass man sich nicht um jeden entstandenen Schaden den Kopf zerbrechen muss, vorausgesetzt, man ist gut versichert. Nicht umsonst ist die Haftpflichtversicherung einer der am häufigsten abgeschlossenen Versicherungsverträge, da sie bei kleinem Beitrag eine effektiven und hohen Schutz gewährt.
Wer sein Auto noch nicht lange hat, für den sind die verschiedenen Versicherungen, die in dem Bereich angeboten werden, vielleicht etwas unübersichtlich.
Schließlich reicht nun eine Hausratsversicherung mit integrierter Haftpflicht nicht mehr aus, da PKWs eine extra KFZ-Haftpflicht-Versicherung benötigen. Das liegt daran, dass das Unfallrisiko beim Autofahren so viel höher ist. Neben der “normalen” KFZ-Haftpflicht gibt es noch eine Versicherung, die sich Insassenunfallversicherung nennt. Dabei versichert man ohne viel Drumherum die Insassen seines Autos vor möglichen Personenschäden. Versichert wird immer zu einer festgelegten Summe, bis zu der bei Versicherungsanspruch gezahlt wird. Klingt erstmal gar nicht schlecht? Hm…
Die Insassenunfallversicherung gehört meines Erachtens zu den sinnlosesten Versicherungen überhaupt. Es will mir nicht gelingen, eine Situation zu kreieren, bei der nicht die Haftpflicht-Versicherung entweder des Autofahres oder des Beifahrers für Unfallschäden aufkommt.
Natürlich könnte man sich Extremsituationen ausdenken, bei denen ein Unfall mit Personenschaden nicht von der Haftpflicht getragen wird, weil es beispielsweise schwierig ist, den Verursacher / Schuldigen des Unfalls auszumachen. Normalerweise wird das jedoch trotzdem so geregelt, dass die Schuldfrage geklärt wird und die jeweilige Haftpflicht übernimmt.
Also wozu eine Insassenunfallversicherung abschließen? Meistens ist das eine derjenigen Versicherungen, mit der der Vertreter nach zweistündigem Extremgespräch rausrückt. “Ach, da wäre ja noch was…” Man verzeihe mir das Klischee, aber man sollte sich wirklich fünfmal überlegen, ob man eine solche Versicherung tatsächlich abschließen will. Notwendig ist sie nicht.
Kauft man einen Neuwagen, kann man sich versicherungstechnisch ganz schön reinreiten. Schließlich liegt der Augenmerk des Käufers meistens auf dem aufzunehmendem Kredit, dem Lack des Autos und dem voraussichtlichen Liefertermin, aber selten auf den benötigten Versicherungen.
Dabei lässt sich gerade hier sparen, beachtet man, welche Versicherung man zum Kauf und Betrieb eines PKW wirklich benötigt und welche nicht.
Als erstes: Unerlässlich ist eine KfZ Versicherung, genauer gesagt, eine Haftpflicht-Versicherung für die KfZ-Sparte. Die muss extra abgeschlossen werden und wird durch die normale Haftpflicht nicht gedeckt. Somit sind sie stets auf der sicheren Seite, wenn Sie beispielsweise einen Unfall verschulden.
Sollte das Auto nicht mit dem vollen Betrag gekauft, sondern beispielsweise über einen 3jährigen Zeitraum finanziert werden, ist eine Vollkaskoversicherung beim Kauf ebenfalls Pflicht. Diese deckt nicht, wie die Kfz-Haftpflicht, die Schäden ab, die sie bei anderen verschulden, sondern springt bei Bedarf für Schäden am eigenen Auto ein. Durch den erzwungenen Abschluss stellt der Verkäufer sicher, dass sie die eventuelle Instandsetzung des Autos, was ihm ja dann teilweise noch gehört, auch bezahlen können. Bei den Versicherungen empfiehlt es sich, die Tarifrechner nach den besten Angeboten zu durchforsten, die ändern sich nämlich andauernd.
Was NICHT wichtig ist, was einem aber viele Autohäuser immer wieder aufschwatzen wollen, ist die sogenannte Restschuldversicherung. Dabei versichern sie nicht das Auto, sondern den Kredit, den sie meistens aufnehmen müssen, um sich das Auto leisten zu können. Die Versicherung springt dann ein, wenn sei den Kredit nicht zurückzahlen können, beispielsweise beim Todesfall des Käufers. Ein Artikel der FAZ zitiert Markus Lietz, Finanzexperte der Verbraucherzentrale Baden-Württemberg, zum Thema: “[Die Versicherung] sei eigentlich nicht nötig, denn im Todesfall könne das Auto ja verkauft werden.” Trotzdem wollen einem das die Autohäuser immer wieder unterjubeln, was meistens die Zinsen für den Kredit in die Höhe treibt. Unnötige Abzocke, wie ich finde!
Ich hoffe, dieser kleine Überblick hat ein wenig weitergeholfen und wünsche Ihnen beim nächsten Autokauf viel Erfolg!
Als Selbstständiger muss man in Sachen Versicherung gleich zwei Aspekte beachten. Einerseits darf das persönliche Risikomanagement nicht zu kurz kommen und andererseits müssen betriebliche Risiken abgesichert sein.
Im privaten Bereich sind fünf Versicherungen existenziell. Für Selbstständige und Freiberufler ist es unheimlich wichtig sich mit einer Berufsunfähigkeitsversicherung auszustatten. Es können immer wieder Ereignisse vorfallen, die schließlich ein Fortführen der Arbeit unmöglich machen. In diesem Fall sollte man unbedingt vorgesorgt haben. Eine private Unfallversicherung sicherte teure Zusatzleistungen ab, falls aufgrund eines Unfalles pflegebedürftig oder behindert sein sollte. Da die gesetzliche Unfallversicherung lediglich Arbeitsunfälle absichert, die meisten jedoch in der Freizeit geschehen, gehört die private Unfallversicherungen zu den Pflichtversicherungen.
Selbstständige müssen im Vorfeld eines Abschlusses einer Privaten Krankenversicherung einen genauen Tarifvergleich durchführen. Der Teufel steckt oftmals im Detail und je nach Alter lässt sich der ein oder andere Euro sparen. Da der Regelsatz für gesetzliche Krankenversicherungen sehr hoch liegt, ist der Abschluss einer Privaten Krankenversicherung lohnenswerter.
Ein ganz wichtiger Aspekt ist die private Haftpflichtversicherung. Sie wird oftmals vernachlässigt, weil es äußerst selten vorkommt, dass man Gegenstände anderer Menschen zerstört und wenn, sind dies meist nur geringe Beträge. Viele vergessen dabei aber, dass auch Personenunfälle zur privaten Haftpflichtversicherung gehören. Man verletzt zwar seine Mitmenschen unabsichtlich, aber Verletzungen gänzlich ausschließen kann man nicht.
Die private Altersvorsorge wird oftmals in den Hintergrund geschoben. Das Rentenalter ist noch lange hin und man wird sich schon rechtzeitig einen Betrag erwirtschaften. Da man aber als Selbstständiger selten in der Rentenkasse vertreten ist, muss man früh anfangen, privat vorzusorgen. Gerade für Selbstständige kann man günstige Pakete zusammenstellen, die Ruhe im Alter garantieren.
Mein Hab und Gut möchte ich umfassend versichern. Aus diesem Grund suche ich mir eine passende Hausratversicherung. Wenn ich nun noch die Chance habe, zur Absicherung meines Haushaltes und aller damit zusammenhängenden Sachen meine komplette Familie bezüglich Haftpflicht abzusichern und dieses Versicherungspaket pro Jahr um die 130 Euro kostet, dann nehme ich dieses Angebot gern wahr.
Man kennt ja noch die gute alte Hausratversicherung aus DDR-Zeiten. Kaum zu glauben, aber bei der Allianz ist sie noch immer in vollem Umfang zu haben. Alle Dinge des Haushalts sind hier gegen Schäden versichert, die durch Brand, Explosion, Luftfahrzeuge, Sturm, Hagel, Blitzschlag und andere Elementarereignisse, auch Überschwemmungen, Leitungswasser, Einbruch, Raub und Vandalismus entstehen. Auch das Reisegepäck ist weltweit gegen Diebstahl und Schäden, die auf Grund des Transportes auftreten können, versichert.
Dazu kommt die sehr wichtige Haftpflichtversicherung für alle Personen, die im Haushalt leben. Hier spielt es keine Rolle, wie alt diese Personen sind, welchen Familienstand sie haben und ob sie eventuell wirtschaftlich selbstständig sind. Selbst die eigenen Kinder sind im Versicherungsschutz inbegriffen. Eine Haftpflichtversicherung ist unumgänglich. Fügt man jemandem unbeabsichtigt einen Schaden zu, dann kann dies unter Umständen sehr teuer werden.
Ich habe mich für die erweiterte Haushaltversicherung mit integrierter Haftpflichtversicherung bei der Allianz-Versicherungsgesellschaft entschieden, weil ich der Meinung bin, dass die Beiträge hinsichtlich der enthaltenen Leistungen und Deckungssummen optimal sind. Ich bin mit dieser Sachversicherung rundum abgesichert und das für relativ wenig Geld. Der Tarif ist optimal für mich und ich fühle mich sicher und gut umsorgt.
Kennen Sie das nicht auch: Sie gehen in eine Bank oder sprechen einfach mal wieder mit Ihrem Versicherungsvertreter und schon zieht Ihr Gegenüber plötzlich einen neuen Vertrag aus der Schublade, den sie “immer schon haben mussten”?
Ich habe genau solche Situationen schon sehr oft erlebt. In vielen Fällen werden Menschen einfach nur schlecht und überhaupt nicht zu Ihrer Situation passend beraten. Es kommt immer wieder vor, dass Versicherungen viel zu teuer oder einfach nur deplaziert angeboten werden und diese, außer dass sie Provision in die Kasse des Anbieters spülen, keinen großen Sinn ergeben.
Ich habe mir deshalb mal Gedanken darüber gemacht, welche Versicherungen man eigentlich wirklich braucht, welche Verträge also generell unverzichtbar sind: Da wäre als erstes natürlich eine private Haftpflichtversicherung. Nur mit einer privaten Haftpflichtversicherung kann man sich gehen die Gefahr absichern, einer anderen Person oder deren Besitz unabsichtlich zu schaden und den Schaden dann aus eigener Tasche ersetzen zu müssen.
Ebenso unerlässlich ist meiner Meinung nach die Absicherung der eigenen Person: Eine Berufsunfähigkeitsversicherung gehört für mich daher ebenso zur Grundausstattung wie eine private Unfallversicherung. Bei beiden Versicherungen sollte man sich allerdings genau ausrechnen lassen, welche Leistungen man absichern muss und welche man evtl. vom Staat bekommt. Hier werden nämlich sehr oft zu hohe Beiträge verkauft.
Die Absicherung des eigenen Vermögens ist ebenfall enorm wichtig: Zu diesen Versicherungen gehören für mich neben der Hausrat- und der Wohngebäudeversicherung auch eine evtl. Glasbruch oder eine KFZ Versicherung.
Im Großen und Ganzen war es das dann auch schon - alle weiteren Versicherungen gehören für mich mehr oder weniger zum “Luxus”.