Für die großen Versicherungen war 2011 ein hartes Jahr, denn weltweite Naturkatastrophen haben ungemein viel gekostet. Doch auch der Versicherte fragt sich immer wieder, wie er Stürme, Überflutungen und mehr finanziell überstehen kann.
Für Munich Re, eines der größten Versicherungsunternehmen der Welt, war 2011 ein hartes Jahr, denn die schweren Naturkatastrophen in Asien sorgten dafür, dass hohe Zahlungen anstanden, das auch noch in einem unerwartet hohen Umfang.
Vorbeugung ist das A und O der Versicherungen
Einen Schluss, denn Munich Re Vorstand Ludger Arnoldussen daraus zog: die Hilfe sollte nicht verringert werden, aber es besteht eindeutig ein Nachholbedarf an Aufklärung und Vorbeugemethoden.
In Neuseeland etwa sei festgestellt worden sein, dass viele der zerstörten Häuser unzulänglich gebaut wurden, ebenfalls hätte es viele Fälle gegeben, in denen weite Teile der Bevölkerung nicht versichert waren und daher den Schaden finanziell nicht ausgleichen konnten.
Im Welt.de Interview ging Arnoldussen auch weiter darauf ein, dass besonders arme Länder mit besseren Versicherungen weniger auf Staatsanleihen angewiesen wären und so auch eine Art Unabhängigkeit erreichen könnten.
Privatpersonen sollten sich ebenfalls ausreichend versichern
Doch auch Privatpersonen sollten vorsorgen, vor allem bei der Haftpflichtversicherung wird oftmals am falschen Ende gespart, was etwa nach einem Sturm böse enden kann.
Denn, wenn beispielsweise lose Dachziegel oder ein morscher Baum auf dem eigenen Grundstück bei einem Sturm das Eigentum anderer beschädigen oder sogar Menschen verletzen, dann muss der Eigentümer tief in die Tasche greifen, wenn er keine Haftpflichtversicherung hat.
Nach der Katastrophe
Ist es erst einmal passiert und will man die Versicherung einschalten, sollte man als Erstes den Schaden ausreichend dokumentieren. Ob per Video oder Kamera, alles sollte genau aufgenommen werden, so dass man handfeste Beweise hat.
Dann sollte man - wenn möglich - die Werte der beschädigten Objekte zusammen tragen, wobei natürlich Kaufquittungen die beste Option sind, da Schätzwerte der Versicherung am Ende sicherlich niedriger ausfallen werden.
Hat man diese Unterlagen zusammen, sollte man sich erkunden, welche Schäden von welcher Versicherung gedeckt werden. Ein Auto wird kaum unter die Hausratsversicherung, sondern eher unter die KFZ-Versicherung fallen.
Wer auf Nummer sicher gehen will, der lässt den Schaden auch noch von möglichst objektiven Zeugen bestätigen, die gegebenenfalls auch von der Versicherung angerufen/kontaktiert werden können.
Gute Vorbereitung und nach dem Unglück eine sorgfältige Dokumentation sorgen dafür, dass man auch nach einer Katastrophe nicht gleich in Panik geraten muss.