Daß jeder von uns die bestmögliche Versorgung haben will, um im Ernstfall möglichst schnell wieder auf den Beinen zu sein, versteht sich von selbst. Viele übersehen dabei aber auch sehr schnell, wie wichtig es ist, ganz genau auch die Leistungen gegenüber dem Beitrag zu überprüfen. Selbstbehalte abzuwägen und evtl. Leistungsausschlüsse oder Begrenzungen immer im Auge zu behalten. Viel zu schnell wird das möglichst günstigste Angebot gewählt. Die Gedanken drehen sich vorwiegend darum, daß man das ja eh nicht bräuchte, nur für den schlimmsten Fall und der trifft ja bestimmt nicht mich selbst.
Aus aktueller persönlicher Erfahrung kann ich sagen, dass man generell viel leichter in einer Krankheit beziehungsweise nach einem Unfall mit stationärer und ambulanter Versorgung mit dem Thema der Arztrechnungen umgeht, wenn man nicht zuviel auf den eigenen Schultern zu tragen hat. Gleichwohl hat hier die Versorgung nicht nur Auswirkung auf den Geldbeutel, sondern versuchen die Ärzte auch hier und da mal vielleicht noch eine weitere Heilmethode bei privat Versicherten mehr als bei den gesetzlich Versorgten. Über den Sinn der Gerechtigkeit läßt sich zwar streiten, aber es liegt einfach auf der Hand, daß wenn sich die Kasse die “Kunden” selbst heraussuchen kann, dann lassen sich manche Risiken schon im Vorfeld abwehren, was wiederum den aufgenommenen Versicherten einen vielleicht nicht ganz so belasteten Tarif beschert, der wiederum den Ärzten eine gewisse höhere Handlungsfreiheit ermöglicht.