Um seine Angehörigen bei einem unerwarteten Todesfall finanziell abzusichern, gibt es zahlreiche Möglichkeiten. Eine Kapitallebensversicherung beinhaltet ein Sparvorgang, doch ist von dieser Form der Lebensversicherung grundsätzlich abzuraten.
Eine Kapitallebensversicherung ist eine Kombination aus einer Todesfallabsicherung und einem Sparvorgang. Diese Versicherungsform kann für Angestellte, Selbstständige, Beamte und Freiberufler, die eine konservative Anlageform bevorzugen, attraktiv sein. Doch übersteigen die Kosten in den meisten Fällen deutlich den Nutzen – jedenfalls für den Versicherungsnehmer.
Dadurch, dass ein Sparvorhaben an den Versicherungsschutz gebunden ist, sind die Beiträge zum Teil sehr hoch. Falls Sie nur eine Todesfallabsicherung für Ihre Angehörigen abschließen möchten, empfiehlt sich daher eine reine Risikolebensversicherung mit deutlich niedrigeren Beiträgen. Falls Sie hingegen nur ein Sparvorhaben wünschen, sind private Rentenversicherungen die rentablere Lösung. Auch hier kann man sich für Einmalzahlungen entscheiden.
Denn es gilt zu beachten, dass der Mindestzinssatz der Kapitallebensversicherung sich nur auf den reinen Sparbetrag beziehen. Vom Beitrag werden zum Teil hohe Verwaltungskosten abgezogen, außerdem natürlich der Versicherungsbeitrag.
Angeboten werden häufig Zusatzversicherungen, zum Beispiel die Absicherung von Berufsunfähigkeit, die mit der Kapitallebensversicherung gekoppelt werden. Davon ist aber strikt abzuraten! Es ist meistens nicht möglich, die abgeschlossenen Versicherungen getrennt zu handhaben. Das heißt: Falls Sie die Altersvorsorge aussetzen möchten, geht auch der Schutz der Zusatzversicherungen schnell verloren.
Kapitallebensversicherung sind in der Regel nur für den Versicherer lukrativ. Er kann stille Reserven anlegen und von dem Geld des Versicherungsnehmers zum Beispiel Immobilien erwerben. Es gibt ausreichend buchhalterische Tricks und Drehs, die auch genutzt werden.
Der Abschluss einer Kapitallebensversicherung ist grundsätzlich nicht empfehlenswert. Zwar lohnt sich ein Tarifvergleich, doch gibt es für fast alle angepriesenen Vorteile rentablere Alternativen.