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Die Winterthur Versicherung - Eine wechselhafte Geschichte

Autor: Kerstin
abgelegt in: Versicherer

Die Winterthur Versicherung war ein international tätiger Schweizer Versicherungskonzern mit Sitz in Winterthur. Er gehörte zu den 10 größten Versicherungsunternehmen in Europa. Seit 1997 gehörte das Versicherungsunternehmen der Credit Suisse Group an, Ende 2006 wurde die Winterthur Versicherung vom französischen Versicherungskonzern AXA übernommen.

Schweizer Franken ©Flickr / sunshwr

Die Winterthur Versicherung wurde 1875 in der schweizerischen Stadt Winterthur unter dem Namen „Schweizerische Unfallversicherungs-Aktiengesellschaft“ gegründet. Etwa 100 Jahre später erfolgte 1975 die Umbenennung in „Winterthur Schweizerische Versicherungs-Gesellschaft“, wobei der Versicherer in der Öffentlichkeit unter dem Kurznamen „Winterthur Versicherungen“ auftrat.

Winterthur und Credit Suisse Group

Bis in die 1990er Jahre wuchs die Winterthur Versicherung stetig. Es kam zu Gründungen von Tochtergesellschaften, wie zum Bespiel der Winterthur-Rechtschutzversicherungs-Gesellschaft 1978. Seit 1996 begann eine Zusammenarbeit mit der Credit Suisse Group. Schon ein Jahr später wurde aus der Zusammenarbeit ein Zusammenschluss. Ähnlich wie bei der Allianz beabsichtige man damals die Wandlung der beiden Finanzdienstleister in einen Allfinanzkonzern. Bei der Übernahme war die Winterthur Versicherung mit 12,5 Milliarden Schweizer Franken bewertet worden.

Vorbereitung eines Börsenganges der Versicherungsgruppe

Nach Jahren der Konsolidierungsphase kam es schließlich 2004 zu einem Strategiewechsel. Die Idee des Allfinanzkonzerns wurde aufgegeben. Die Credit Suisse Group stufte die Winterthur Versicherung zur reinen Finanzbeteiligung zurück und kündigte einen Verkauf oder Börsengang an. Es fand sich aber zunächst kein Käufer, der bereit war, die Preisvorstellungen der Credit Suisse Group zu bezahlen. Daher begann man mit den Vorbereitungen eines Börsenganges. Die Winterthur Versicherung wurde damals in der Bilanz der Credit Suisse Group mit 9,4 Milliarden Schweizer Franken geführt.

2006: Übernahme der Winterthur Versicherung durch AXA

Im Juni 2006 wurde dann die Übernahme der Winterthur Versicherung durch den französischen Versicherungskonzern AXA für 12,3 Milliarden Schweizer Franken bekannt gegeben. Die Auslands-Aktivitäten der Winterthur wurden in den AXA-Konzern aufgelöst. Das Schweizer Stammhaus der Winterthur wurde mit der schweizerischen Tochtergesellschaft der AXA fusioniert und 2008 in AXA Versicherungen AG umbenannt. Unter dem Namen AXA Winterthur deckt die Winterthur heute für den AXA-Konzern den Schweizer Markt ab.


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