Versicherungen bieten immer neue Pakete für die Nehmer an. Eins der neueren Pakete ist die “Enkelpolice”, die unter verschiedenen Namen von unterschiedlichen Versicherungsgesellschaften angeboten wird.
“Kinder sind unsere Zukunft” so werben unterschiedliche Ministerien und Firmen. Auch die Versicherungen haben sich darüber Gedanken gemacht und verschiedene Pakete mit unterschiedlichen Kombinationsmöglichkeiten geschaffen. sie sollen die Kinder auf ihrem Werdegang begleiten und Unfallschutz, Lebens- und Pflegeversicherung bieten.
Bei der Allianz heißt sie “Enkelpolice”, bei der Nürnberger Versicherungs AG heißt es “Biene Maja Enkel Schutzbrief”. Die LVM bietet eine “Ausbildungsversicherung” an - Es gibt noch viele mehr. Auch Eltern können für ihre Kinder eine Ausbildungsversicherung abschließen.
Verbraucherschützer warnen jedoch schon seit Jahren davor ungeprüft irgendwelche Pakete abzuschließen. Günstiger und sinnvoller ist es meist einzelne Tarife abzuschließen, wie etwa eine Unfallversicherung. Diese Versicherungen schützen im Todesfall einer der Elternteile, was besonders wichtig ist, wenn es den Hauptverdiener trifft. Viele Zusatzversicherungen können dies nicht leisten, wie eine Zahnzusatzversicherung etwa.
Die Idee ist an sich ganz gut, doch mit Beiträgen ab 25 bis 100 Euro monatlich, je nach Versicherungspaket, werden meist nur geringe Summen im tatsächlichen Fall der Fälle ausgezahlt, die eine vollständige Abdeckung meist nicht ermöglichen.
Wer seine Enkelkinder tatsächlich mit Geld z. B. für die Ausbildung bedenken möchte, sollte vielleicht doch lieber auf Sparbriefe zurückgreifen oder wirklich genau prüfen, was an Versicherung für die Enkel sinnvoll ist und was nicht.